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Interkulturelles Elterncafe

Ulrike Furthwängler, Lehrerin an der Realschule, die in ihrer zurückliegenden „Elternzeit“ Deutschkurse im Ort über die vhs angeboten hatte, startete die Gruppe mit der Leiterin der "Sozialen Gruppenarbeit", Ulrike Schmelzle am Bildungszentrum.

Seither treffen wir uns mit ca. 20 Müttern mit türkischem Migrationshintergrund. Vereinzelt kommen auch Mütter aus ursprünglich anderen Ländern dazu. Nur einige wenige sprechen kein deutsch in der Gruppe und freuen sich deshalb, wenn die anderen übersetzen. Kinder und Jugendliche, v. a. Mädchen beteiligen sich und genießen ein extra Programm.
Die bestehenden Angebote im Jugendtreff oder im Raum der sozialen Gruppenarbeit werden gerne wahr genommen. Wechselnde, am Treffen  interessierte LehrerInnen und deutsche Eltern, interessierte BürgerInnen, sowie GesprächspartnerInnen, die wir gezielt einladen, kommen dazuDas interkulturelle Elterncafe trifft sich seit vier Jahren in Wildberg am Bildungszentrum oder im Jugendtreff. 

Das interkulturelle Elterncafe trifft sich seit vier Jahren in Wildberg am Bildungszentrum oder im Jugendtreff.

Ulrike Furthwängler, Lehrerin an der Realschule, die in ihrer zurückliegenden „Elternzeit“ Deutschkurse im Ort über die vhs angeboten hatte, startete die Gruppe mit der Leiterin der "Sozialen Gruppenarbeit", Ulrike Schmelzle am Bildungszentrum.

Seither treffen wir uns mit ca. 20 Müttern mit türkischem Migrationshintergrund. Vereinzelt kommen auch Mütter aus ursprünglich anderen Ländern dazu. Nur einige wenige sprechen kein deutsch in der Gruppe und freuen sich deshalb, wenn die anderen übersetzen. Kinder und Jugendliche, v. a. Mädchen beteiligen sich und genießen ein extra Programm.

Die bestehenden Angebote im Jugendtreff oder im Raum der sozialen Gruppenarbeit werden gerne wahr genommen. Wechselnde, am Treffen  interessierte LehrerInnen und deutsche Eltern, interessierte BürgerInnen, sowie GesprächspartnerInnen, die wir gezielt einladen, kommen dazu.

Ausgangslage war der  Arbeitskreis „Familie und Erziehung“ und in der Schule das Thema Gewaltprävention. Damit beschäftigten wir uns über einen längeren Zeitraum und so lag es nahe, dieses Thema auch unter dem Aspekt des Zusammenlebens von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu beleuchten. Immer wieder gab es Auseinandersetzungen zwischen türkischen und deutschen Jugendlichen, hier wollten wir ein Forum bieten, das Eltern miteinander ins Gespräch bringt.

Eltern mit Migrationshintergrund, die bei uns vor allem aus ländlichen Gegenden in der Türkei stammen, bemängeln immer wieder, dass ihre Kinder schlechtere Bildungschancen hätten und auf „Sonderschulen“ abgeschoben werden sollen. Sie verstehen das deutsche Schulsystem und Rechtssystem nicht ausreichend und fühlen sich oft von Schulleitungen und Lehrern diskriminiert.

Es gab in der Kleinstadt keine Begegnungsmöglichkeiten außerhalb von Elternabenden und Festen in Kindergärten und Grundschulen für Erwachsene. Die türkischen Kinder und Jugendliche sind höchstens im Fussballverein integriert oder nehmen das Angebot des Jugendtreffs wahr, den es seit 3,5 Jahren gibt. Viele Familien besuchen regelmäßig Moscheen in den umliegenden Orten, die Frauen treffen sich vormittags zum Koran lesen und Tee trinken. Das Ziel ist, den interkulturellen Kontext vor Ort gezielt wahrzunehmen und zu gestalten. Die Ressourcen, die die Eltern und ihre Kinder mitbringen, wollen wir hervorheben.

Im Gemeinwesen, besonders an der Schule wollen wir uns einbringen und somit sollen unter Achtung der kulturellen Differenzen gemeinsame Erfahrungen von Wertschätzung und gegenseitiger Anerkennung gemacht werden können. 

Dazu gehört, Misstrauen und Missverständnisse z.B. aus dem Schulalltag zu besprechen und zu bearbeiten. Etwas über das Verständnis von Erziehung, Gesundheit und Bildung, aus dem Leben mit dem jeweils eigenen kulturellen Hintergrund  zu erfahren und konkrete Themen anzusprechen.

Im Jahr 2008 engagierten wir uns beim 40. Jubiläum des BZW, im Jahr 2009 trafen wir uns zu einem tollen Grillfest auf dem Schulhof.

Ein Ausflug im Mai 2009, den wir in einer großen Gruppe mit der Kulturbahn unternahmen, führte uns nach Mannheim. Dort bestaunten wir im Museum eine Ausstellung zur Deutschen und türkischen Hochzeitskultur "Evet-ja ich will!" Wir besuchten türkische Restaurants und Geschäfte, besuchten eine Moschee und hatten einen vergnügten Tag miteinander, sogar mit "Polizeischutz".

Unser Ziel ist es nun, im Rahmen des Elterncafe´s Ideen zur Mitwirkung an der Gestaltung des Gemeinwesens für Eltern mit Migrationshintergrund zu geben und Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, z.B.Hausaufgabenbetreuungsgruppen verstärkt anbieten, unter Mitarbeit von türkisch stämmigen Eltern.

Wichtig ist dem Team um Ulrike Schmelzle, dass sich Lehrer/innen Zeit nehmen, punktuell an den Elterncafe Treffen zu beteiligen.
Zwei  türkischstämmige Mütter steht mit der Leitung in direktem Austausch und laden die nicht deutsch sprechenden Mütter gezielt ein. Die  Frauen bringen Gebäck mit, Kaffee und Tee wird vor Ort gekocht.

Stand: Mai 2010
Einladungen über das örtliche Mitteilungsblatt
Informationen bei

Ulrike Schmelzle
schmelzle@bildungszentrum-wildberg.de
Handy:160 9296 3505