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Die Schüler sehnen diesen Tag herbei

Von Tim Geideck

Wildberg. Wenn es am Bildungszentrum Halbjahreszeugnisse gibt, kann das auch für weniger erfolgreiche Schüler ein Grund zur Freude sein. Dafür sorgt der Sport- und Erlebnistag.Schon mal etwas von "Friskey" gehört? Diese Trendsportart – eine Kombination aus Frisbee und Hockey – wird am Bildungszentrum gespielt, wenn die Lehrer die Halbjahreszeugnisse verteilen. Wahlweise geht es auch an den Feldberg zum Skifahren, zum Schlittschuhlaufen ins Polarion, ins Fitnessstudio nach Nebringen oder zum Schwimmen ins Freudenstädter Panoramabad. Wer es ruhiger mag, durchsucht den Schulhof beim Geo-Caching nach verborgenen Schätzen oder kreiert zusammen mit dem Wildberger Männerkochtreff ein Fünf-Gänge-Menü. Das alles nennt sich Sport- und Erlebnistag.

Im Januar bricht für gewöhnlich an den deutschen Schulen verstärkt der Ehrgeiz aus. Es ist die letzte Möglichkeit, noch einmal gute Noten einzufahren, um pünktlich zum Halbjahreszeugnis aus einem "befriedigend" vielleicht doch noch ein "gut" zu machen. Dann fällt die Anspannung, und in Wildberg fiebern 510 Schüler dem Sport- und Erlebnistag entgegen.

"Wir finden das wichtig, dass es ein Teil im Lauf des Schuljahres ist, nicht nur zu arbeiten, sondern auch mal Spaß zu haben", sagt Schulleiter Siegfried Schönthaler.

Vor allem stärke dies das Gemeinschaftsgefühl am Bildungszentrum, schließlich erleben Haupt- und Realschüler diesen Tag gemeinsam. Auch erfüllt er eine pädagogische Funktion, denn die verschiedenen Sport- und Erlebnismöglichkeiten zeigen auf, dass es in der Freizeit Alternativen zu Fernseher und Computer geben kann. Schönthaler: "Es geht sicherlich der ein oder andere später mal wieder ins Polarion oder Panoramabad."

Der Sport- und Erlebnistag geht auf eine mehr als 20 Jahre alte Tradition am Bildungszentrum zurück, die einst mit einem Wintersporttag begann. Damals ging es zum Skifahren nach Gültlingen. Schritt für Schritt wurde das Angebot ausgebaut, Kooperationspartner kamen mit ins Boot – so wie in diesem Jahr der Männerkochtreff und die Sulzer Geo-Cacherin Hanna Zakowski.

Bei den Schülern stößt der Tag auf helle Freude. "Darauf warten sie schon immer lang", sagt Schönthaler und macht am Sport- und Erlebnistag mitunter seltene Erfahrungen, wenn morgens das Telefon im Sekretariat klingelt: "Bei den Krankmeldungen hört man ein ›schade‹, weil sie nicht mitkommen können."

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