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Physiksaal ist die »Krone der Schule«

Von Tim Geideck (SchwaBo vom 27.04.2010)


Wildberg. Mit dem frisch renovierten Physiksaal eröffnen sich für das Bildungszentrum ganz neue Möglichkeiten. Dort zeigten jetzt Schüler, wie der Unterricht von morgen aussehen kann.Transformatoren stehen heute auf dem Stundenplan. Dafür klappen die Schüler an ihrem Tisch den Medienlift herunter, schließen die Geräte an und beginnen mit einem Experiment. Neben einem Strom- soll es hier schon bald auch einen Internetanschluss geben, mit dem die Schüler über ihre Laptops virtuell weiter forschen können.

Derweil erklärt Lehrer Thomas Blatter vorne am Pult den Aufbau eines Transformators. Natürlich nicht an einer herkömmlichen Tafel, denn der neue Physikraum verfügt über das bislang einzige Whiteboard der Schule. Dort werden nun per Touch-Screen interaktiv Lerninhalte vermittelt, Tafelbilder bei Bedarf abgespeichert und in der nächsten Stunde wieder aufgerufen sowie – wenn der Internetanschluss einmal da ist – kurzerhand Fotos und Videos heruntergeladen, falls ein aufwändiger Versuch die Möglichkeiten einer Schule übersteigen sollte. Die Antworten zu akuten Fragen – auch aus anderen Klassenstufen – haben die beiden Lehrer Thomas Blatter und Elke Weyrether immer auf dem USB-Stick dabei, so dass verstärkt klassen- und fächerübergreifend gearbeitet werden kann. »Die Methode ändert sich«, verdeutlicht Weyrether die neuen Unterrichtsmöglichkeiten und zeigt einen weiteren Vorteil auf: »Die Motivation wird dadurch größer, sich zu Hause am Computer eben nicht nur mit Spielen zu beschäftigen.«

Für Bürgermeister Ulrich Bünger steht fest: Naturwissenschaften müssen auch Spaß vermitteln. »Die Bundesrepublik Deutschland hat so gut wie keine Rohstoffvorkommen. Wir sind auf kluge Köpfe angewiesen«, gibt er den Schülern mit. Für 80 000 Euro hat die Stadt daher den Physiksaal aufgemöbelt.

Trotzdem ein Schnäppchen, denn 75 Prozent der Kosten hat der Bund mit dem Konjunkturpaket II übernommen. Große Freude herrscht nicht nur bei Schulleiter Siegfried Schönthaler: »Dieser Physiksaal ist jetzt eine Art Krone der Schule.« Der High-Tech-Raum gewährleiste schülerorientiertes Lernen, zumal die Naturwissenschaften einen immer wichtigeren Stellenwert einnehmen.

So sehen es auch die Schüler. »Der Unterricht macht jetzt viel mehr Spaß«, sagt Lukas Bott (14), und seine Mitschülerin Jasmin Greule (15) gibt ihm recht: »Im alten Raum war alles altmodisch, das war für uns junge Leute nicht so toll. Hier ist jetzt alles viel besser und moderner.«

Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Einen eigenen Laptop-Wagen mit 16 Geräten will das Bildungszentrum anschaffen, um weiter am Puls der Zeit zu unterrichten. Das Whiteboard selbst nennt Schönthaler »ein Zukunftsmedium«, wie es vor 30 Jahren der Tageslichtprojektor war. Bei einem momentanen Preis von 3500 Euro pro Stück soll das Exemplar im Physiksaal allerdings vorerst das einzige bleiben – »wenn der Preis nicht sinkt.«