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Verabschiedungsfeier von Herrn Schönthaler

Feierlich wurde am Donnerstag, 23.07.2015, der Abschied in den Ruhestand unseres Rektors Siegfried Schönthaler gefeiert. Die zahlreichen und kurzweiligen Redebeiträge zusammen mit musikalischen Beiträge von Agnes Gleske und Jonathan Brose, der Schülerband und dem Lehrerchor zu einem würdigen Abschied für Herrn Schönthaler, der mehr als 20 Jahre an der Spitze des BZW stand. Auch die SMV und die Klasse R8a trugen mit humorvollen, selbst verfassten Gedichten zu einem bunten Programm bei. Am Ende starteten Schüler aus den 9ten Klassen Luftballons mit wünschen für die Zukunft. Weitere Informationen zu Herrn Schönthaler finden sie auch in den Artikeln des Schwarzwälder Boten:

„Schönthaler hält Tempo bis ans Ziel“ (vom 24.07.2015)

„Der Garten und Skandinavien warten auf ihn“ (vom 14.07.2015)

Interview mit Herrn Schönthaler im Rahmen seiner Verabschiedung als Rektor des BZW

Wie lange begleiteten Sie nun das Amt des Rektors am BZW?

Ich wurde im Juni 1993 zum Schulleiter am Bildungszentrum Wildberg bestellt. Zuvor war ich ab August 1975 zunächst an der Realschule in Horb, danach an der Realschule Calw. Ein Gast bei meiner Verabschiedung meinte,  ich sei mit 22 Jahren, im Vergleich mit allen Vorgängern, am längsten Schulleiter am Bildungszentrum Wildberg gewesen.

Erinnern Sie sich an humorvolle Momente?

Viele Lehrerinnen und Lehrer bewältigen ihren Beruf unter anderem deshalb gut, weil sie in besonderen  Situationen auch mit jeweils spezifischem Humor  reagieren. Am witzigsten sind meist die Schüler: Beispielsweise traf mal eine Kollegin den Schüler Max am Nachmittag auf dem Fußballplatz und meinte: „Max, du solltest auch deine Mathe-Hausaufgaben nicht vergessen. Der konterte trocken: „Geh lieber heim und korrigiere unsere Klassenarbeiten.“

Was hat Ihnen in der Zeit am meisten Freude bereitet?

Vermutlich bin ich ein Mensch, dem  aus naturwissenschaftlicher Prägung heraus die Ergebnisse wichtig sind. Entsprechend habe ich mich immer gefreut, wenn schulische Abläufe und Prozesse zu einem guten Ziel (Ergebnis) geführt haben.

Zufrieden war ich immer auch dann, wenn man einzelnen Menschen, die in einer schwierigen Situation waren, bei der Bewältigung  eines  Problems behilflich sein konnte.

In wieweit hat sich die Schule in den letzten 20 Jahren verändert?

Diese Frage ist zu komplex um mit wenigen Sätzen beantwortet zu werden.  Hier  durchmengen sich viele gesellschaftliche und damit auch schulische Veränderungen. Die Bücher hierzu sollen getrost andere schreiben.

Was wünschen Sie der Schule für die Zukunft?

Ich selbst konnte und durfte bis etwa zum 14. Lebensjahr eine unbeschwerte Kindheit durchleben. Folglich wäre ein Wunsch für die Zukunft: Lasst den Kinder ihre Kindheit und die damit verbundenen Freiheiten. Kinder und Jugendliche sind  viel mehr als Lernende. Und zweitens: Gebt ihnen Menschen als Begleiter, die sie echt mögen und deshalb engagiert unterstützen.

Wo sehen Sie das BZW in 10 Jahren?

Nachdem durch die Konzeption zur Weiterentwicklung der Realsachulen gerade unsere dreizügige Realschule eine deutliche Stärkung erfährt, ist unsere Schule trotz des demografischen  Wandels für die Zukunft bestens aufgestellt. 

Was machen Sie persönlich nun mit der ganzen Zeit, die Ihnen auf einmal zur Verfügung steht?

Ein guter Bekannter, der selbst etliche Ehrenämter ausfüllt, meinte: “Ich lass dich erst mal ein Jahr lang ankommen, aber dann ruf ich dich an.“ Diesen netten Hinweis empfinde ich keinesfalls als Drohung. Er meinte wohl, ich sei noch für das Eine oder Andere zu gebrauchen. Größere Verantwortung möchte ich nicht mehr übernehmen, aber ich freue mich auf mehr Zeit für  meine Frau,  die Familien der Söhne  und für mich selbst. Laufsport, Radfahren,  Reisen und anderes mehr werden es mir nicht langweilig werden lassen.

 

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